In The Light

Der Film handelt von Emotionen, die wohl jeder von uns in letzter Zeit nach dem Lockdown kennenlernen musste und welche durch einen besonderen Hauptprotagonisten Ausdruck verleiht werden. Dieser besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern nur aus Licht. Dieses Lichtwesen, namens Leo, hat menschliche Gefühle und denkt wie ein Mensch, kann jedoch nicht sprechen, keine Nahrung zu sich nehmen und kein Sex haben. Kommunizieren kann er nur über sein Licht. So ist er nicht in der Lage sich in die Gesellschaft zu integrieren, da Leo kein Zugang zu primitiven Freuden hat, die oft unser Zusammenleben bestimmen.

Filmisch wird dies wie folgt umgesetzt: Mit LED-Ketten, aufgenäht auf einen schwarzen Vollkörperanzug, bauen wir einen Lichtanzug nach, der in weiten und bewegten Einstellungen die Illusion eines Lichtwesens kreiert. Die ruhigen Dialog-Szenen werden aus Leos Perspektive gezeigt. Auf diese Weise bleibt die Illusion erhalten. Der Zuschauer erlebt alles aus seiner Perspektive und kann sich so besser mit ihm identifizieren. Zudem weiß der Zuschauer stets, wie Leo aussieht, da Leos Licht sich auf den anderen Schauspielern reflektieren wird.

Das Licht wird auch emotional die Hauptrolle spielen. Leo wird seine Gefühle über das Licht ausdrücken und darüber kommunizieren. Wenn er rotes Licht ausstrahlt, fühlt er sich angegriffen. Blaues Licht traurig, Grünes Licht glücklich etc. Die Farbpalette wird im Film komplexer sein und man wird auch mit hartem und weichem Licht und mit hellem und dunklerem Licht arbeiten (Ein Traum also für jeden Kameramann). So weiß der Zuschauer immer, wie Leo sich fühlt und spürt diese Emotion ebenfalls, da Farben eine große emotionale Wirkung auf Zuschauer haben. Für Leo selbst ist dies kein Segen, da seine Mitmenschen ebenfalls wissen, was er empfindet.

Der Film spielt innerhalb einer Nacht in Leos Leben. Getrieben ist Leo davon, trotz seiner Andersheit sozialen Anschluss zu finden. So versucht er zuerst in der normalen Gesellschaft Anschluss zu finden. Als dies nicht gelingt, wendet er sich an radikale Randgruppen. Am Ende lernt er, wie wichtig es ist Menschen zu finden, die einen wirklich verstehen.

Der Film handelt von Mut, Zuneigung und Ausgrenzung und wirft dabei eine Menge philosophischer Fragen auf. Das Gefühl des Anderssein findet sich in „Der Himmel über Berlin“ wieder, das Porträt Berlins in „Oh Boy“ und der visuelle Stil in Neo-Noir Werken wie „Only God forgives“.

Voraussichtlicher Drehzeitraum: Juli

Gesucht:

  • Produktion
  • Licht
  • Schauspieler*innen
  • Set-Runner / allgemeine Assistenzen