Suche Kitty (AT)

In Agathe Wagner, 72 Jahre alt, steckt noch viel Leben: Sie hat immer etwas zu tun in ihrem süßen, wenn auch chaotischen kleinen Bungalow. Emsig kocht sie, räumt auf, räumt um… nur eins lässt sie manchmal innehalten: ein Zettel an ihrer Pinnwand, auf dem „Suche Kitty“ steht. Dann wirft sie sich rasch ihren Anorak um und macht sich auf den Weg, um Kitty zu finden – ganz gleich, ob ihre Katze daheim ist oder nicht. Während ihrer Suche begegnet sie einigen Menschen, die sie kennt. Oder zumindest zu kennen glaubt.

Bei Geschichten über Demenz steht oft im Mittelpunkt, wie die Angehörigen mit der betroffenen Person umgehen. Dieser Kurzfilm wird aber aus Agathes Sicht erzählt. Wie gibt Agathe ihrem Leben Sinn, obwohl sie vieles um sich herum nicht einordnen kann? Wie ist es, wenn das Gestern zwangsweise zum Heute wird? Durch die Art und Weise, wie Agathe reagiert, wird langsam deutlich, welche Position sie in ihrem kleinen Dorf einst eingenommen hat und warum sie nun immer wieder gedanklich dorthin zurückkehrt.

Beim Schreiben war Drehbuchautor*in Mia Schubert vor allem inspiriert von detailversessenen, poetischen Filmen wie z. B. die Zeichentrickfilme von Studio Ghibli, insbesondere von Das wandelnde Schloss. Eine weitere Inspiration waren Werke von Wes Anderson und Sofia Coppola im Kopf mit ihrer wunderschönen Art von tragikomischer Absurdität. Eine solche Ästhetik scheint dafür geeignet, das Melodrama, das Agathe wieder und wieder erlebt, liebevoll einzufangen.

Drehzeitraum: Ende der Semesterferien (grob 7-14 Tage)

Gesucht:

  • Licht
  • Ton
  • Kostüm + Maske
  • Musik/Sounddesign